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  Tunesien - Hammamet - Hotel Fourati
   
 
  • Wir haben das Hotel Fourati vom 26.10.1999 bis zum 03.10.1999 bewohnt.

    Das 3 Sterne Hotel wird nur durch einen Garten in Form eines Palmenhaines und den Strand vom Meer getrennt. Der Garten stammt noch aus der Kolonialzeit. Nach Hammamet City kommt man mit dem Taxi für 2 Tunesische Dinar, was etwa 3 DM entspricht. Die Taxis warten bereits vor dem Hotel und sind nach westlichem Standard in abenteuerlichem Zustand. Eines, daß wir benutzen, ein Mercedes 200, hatte sagenhafte 770 000 km gefahren.

    Das Hotel selbst liegt ca. 2 km ausserhalb Hammermets, man kann aber in ca. einer Stunde am Strand lang bis Hammamet laufen. Rechts und links neben dem Hotel finden sich andere Hotels.

    Das Fourati hat etwa 500 Betten. Es ist aber nur 1 bis 2 Sockwerke hoch und verschwindet fast zwischen den Palmen.

    Die 3 Sterne stammen wohl nicht aus diesem Jahrhundert. Das Zimmer was wir zunächst bekamen (Nr. 602) wurde uns vom Hotelkofferträger präsentiert. Die Abdeckung der uralten Plastiklampe des Bades fand sich im Waschbecken. Das wurde durch den Träger korrigiert, eine halbe Stunde später zog sich die Abdeckung aber mit vernehmlichem Scheppern wieder auf den angestammten Platz in dem Waschbecken zurück. Ähnlich verhielt es sich mit dem Klo. Der offensichtlich bereits zusammengestückelte Spülkasten hörte nach Betätigung des Spülmechanismus nicht mehr auf zu spülen. Einige Reperaturversuche durch Hotelpersonal hielten jeweils einen Spülvorgang und verfielen dann wieder in denselben unerwünschten Dauerspülzustand.

    Ein Zimmerwechsel brachte dann eine erhebliche Verbesserung. Zimmer 461 kann man empfehlen.

    Die Speisung morgens erinnert an Jugendherbergen. Mit einem Tablett bewaffnet kann man sich aus 2 Brötchensorten die weniger schlechte auswählen und dann aus dem großen Marmeladentopf eine Kelle auf eine leere Stelle auf dem Teller klatschen.

    Abends sieht es besser aus, ein Rundbuffet bietet tunesiche Hausmannskost (auch nach westlichem Standard gut essbar.)

    Fazit

    Insgesammt muß man warnen. Das Hotel ist ein tolle Anlage, die leider sehr lange nicht geflegt worden ist. Alle Renovierungen sind völlig unproffessionell ausgeführt worden. Neues wird offenbar nur gekauft wenn gar nichts mehr hilft.

    Auch die Abendunterhaltung wirkt irgendwie freudlos präsentiert. Was sich im direkten Vergleich mit einem der Nachbarhotels zeigte.

    Man kann in dem Hotel wirklich gut leben, aber die Zimmerpreise von ca. 90 DM in der Hauptsaison erscheinen mir zu hoch. Wer - das Auge hotelt mit - sich, umgeben von nicht verschliessenen Geräten und Badamarturen wohler fühlt, probiert es besser mit einem Stern mehr (und berichtet mir dann, ob es da besser ist).

    Wir haben jedenfalls die ersten 3 Tage gebraucht, der Mensch gewöhnt sich an vieles, bis uns die offenligeneden und korrodierten Zuleitungen zum Waschbecken, die aus der Gründerzeit des Hotels stammenden Klobürsten und vieles mehr nur noch leicht störten.

    Ausflugsmöglichkeiten

    Empfehlen kann man das Restaurant / Pizzaria RIBAT, daß an der Hauptstraße nach Hammamet (ca. 15 Min. Fußweg vom Fourati) liegt. Dort wird man von begnadeten Kellnern bedient, die sich wirklich Mühe geben den Gast nicht warten zu lassen. Erweckt man den Eindruck zum Bier eine Unterlage zu benötigen erhält man unaufgefordert Kleinsnacks (z.B. scharfe Pizza-Eckchen).
   
   

(c) Karsten Jung, Darmstadt den 05.10.1999 (diese Internetseite arbeitet mit einem vierstelligen Datumsformat und ist daher "Jahr 2000" fest)